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Vitamin D

Jeder kennt die im Winter auftretenden Depressionen. Eine Volkskrankheit regelrecht, sind doch sehr viele Menschen an den kurzen und dunklen Tagen schlecht gelaunt, kommen morgens kaum aus dem Bett und bleiben anfällig für allerlei Infekte und andere Erkrankungen. Hauptursache für die Störungen ist der überall in nördlichen Breiten auftretende Vitamin – D Mangel. Nicht nur, dass das spärliche Sonnenlicht den Organismus kaum zur Aufnahme und Umwandlung des wertvollen Stoffes anregt, zahlreiche kulturbedingte Veränderungen bewirken eine zusätzliche Verringerung des Vitamin D – Spiegels. So leben viele Menschen in dunklen Wohnungen und verlassen diese, zumal im Winter, nur selten. Die oft einseitige Ernährung mit viel Fett und Zucker belastet den Körper, ohne ihm sonderlich viele Nährstoffe anzubieten.

Forscher haben mittlerweile über 1.000 Gene identifiziert, die unter dem Einfluss von Vitamin D an- oder ausgeschaltet werden. Rezeptoren für den Stoff finden sich in fast allen Körpergeweben – ein Hinweis auf die enorme Bedeutung von Vitamin D für die Gesundheit! Ein entsprechend vorliegendes Defizit erhöht das Risiko für Krankheiten ungemein. Ein ausgeglichen – optimaler Vitamin D – Haushalt ist deshalb zwingend geboten.

Vitamin D Mangel

Von einem Mangel sprechen die Mediziner bei Blutwerten von unter 40 Nanogramm pro Milliliter, einige halten auch erst Werte von unter 30 für wirklich gefährlich. Alle Menschen, die praktisch nördlich des 46. Breitengrades leben oder die sich ständig in geschlossen Räumen wie Büros oder Autos aufhalten, haben zumindest im Winter einen definitiv zu niedrigen Vitamin – D-Spiegel. In Deutschland sinkt dieser in der Regel auf bedenkliche 10-20 Nanogramm pro Milliliter, ein Umstand, der regelmäßige Kontrollen und gegebenenfalls auch Maßnahmen zum Ausgleich erfordert. Die Lebensumstände und der auch im Winter, etwa beim Skifahren, immer wieder zu beobachtende Einsatz von Sonnencremes tun ihr übriges. Hinzu kommt, dass im Alter, etwa ab dem 60. Lebensjahr, die Umwandlung des Sonnenlichts in Vitamin D radikal nachlässt und schließlich nur auf die Hälfte der Produktion eines Menschen im mittleren Alter fällt. Deshalb sollte ältere Menschen unbedingt auf ihre Werte achten, sich testen lassen und für geeigneten Ausgleich sorgen.

Erste Anzeichen des Mangels sind neben der schlechte Laune und erhöhten Reizbarkeit auch eine sich verstärkende Muskelschwäche. Der Betroffene fühlt sich schlapp, Bewegungen fallen ungewöhnlich schwer und schmerzen, eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber Infekten ist keine Seltenheit. Langfristige Folgen sind dann noch viel gefährlicher und mit der Zeit können sich sogar schwere Erkrankungun wie Diabetes, Knochenschwund oder Rachitis einstellen. Auch Stürze, resultierend aus nachlassender Beweglichkeit und Schmerzen in Beinen und Gelenken, sind keine Seltenheit und können für ältere Menschen zum echten Problem werden.

Wer solche Anzeichen beobachtet, sollte deshalb unbedingt zum Arzt gehen. Der wird eine Blutuntersuchung durchführen und individuellen Substitutionsbedarf zur Erlangung eines Zielwerts festlegen. Wie bei vielen anderen Krankheiten und Mangelerscheinungen auch ist gerade die frühzeitige Beschäftigung mit dem Thema eminent wichtig, viele langfristig äußerst gefährliche Folgen lassen sich dadurch vermeiden. Am einfachsten freilich bleibt jedoch die simple, aber erfolgversprechende Strategie des ausreichenden Kontakts mit der Sonne. Ist das nicht möglich, kann schon die Umstellung der Nahrungsgewohnheiten einen erheblichen Beitrag leisten, um die Symptome eines Vitamin D – Mangels abzuschwächen.

Der menschliche Körper bildet Vitamin D durch die Sonnenstrahlen auf der Haut oder er nimmt es durch die Nahrung auf. Gespeichert wird der wertvolle Stoff in verschiedenen Gewebeformen. Für die Gesundheit des Menschen unentbehrlich, hat Vitamin D zunächst überhaupt keine biologische Wirkung. Erst der Organismus selbst wandelt es um und stellt dadurch seine Funktionalität sicher. Nun sind jedoch Störungen bei der Aufnahme von Vitamin D keine Seltenheit, im Grunde genommen weisen alle Bewohner der nördlichen Hemisphäre mit ihren langen und düsteren Wintern einen zum Teil erheblichen Mangel auf. Dagegen lässt sich zunächst nicht viel ausrichten, da unsere moderne Lebensweise für allerlei Einschränkungen und Belastungen sorgt: Ungesunde Ernährung, Stress, wenig Bewegung und natürlich der permanente Aufenthalt in stickigen Räumen, die kaum vom Sonnenlicht erhellt werden.

Wer nun meint, diese Umstände dauerhaft ignorieren zu können, täuscht sich erheblich. Erste Anzeichen eines Vitamin D Mangels sind die typischen Winterdepressionen. Andere Symptome wie körperliche Erschöpfung, Muskelschwäche oder Schwindel können ebenso ihre Ursache in einem zu geringen Spiegel des Vitamins haben. Nun sind solche Symptome immer auch Hinweise auf eine Störung, die in jedem Fall mit einem Arzt abgeklärt werden sollte. Geschieht dies nicht, entwickeln sich mit der Zeit Krankheiten, die kaum noch ignoriert werden können.

Vitamin D für die Knochen

Schon in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts erkannten Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen der gefährlichen Knochenerkrankung Rachitis und Vitamin D – Mangel. Da vor allem Kinder davon betroffen waren, deren Entwicklungsprozess offenbar gestört schien, setzte die Medizin jahrzehntelang auf eine zusätzliche Zufuhr – ausgerechnet durch den ganz besonders ekelhaft schmeckenden Lebertran. Kaum ein Kind, das bei der Schulspeisung darunter nicht gelitten hatte. Doch die Zufuhr half tatsächlich und wurde später durch neutral schmeckende Präparate ersetzt. Rachitis ist mittlerweile selten geworden, kann sich aber ohne weiteres entwickeln – wenn der Betroffene oder dessen Eltern nicht auf die Vitamin D – Versorgung achten.

Doch damit noch längst nicht genug. Mittlerweile gibt es umfangreiche Studien zum Zusammenhang von mangelnder Versorgung mit Vitamin D und einer ganzen Reihe von körperlichen Belastungen und Krankheiten. Vor allem ältere Menschen, bei denen der Umwandlungsprozess in ihren 60ern schnell und rapide nachlässt, leiden sehr oft an der Knochenkrankheit Osteoporose. Dabei handelt es sich um eine Art Knochenschwund, der die Knochenmasse empfindlich vermindert. Die Gefahr von Brüchen nimmt dann extrem zu. Jene viel von älteren Menschen beschworene „Wackeligkeit“ hat ihren Ursprung im Vitamin D – Mangel.

Ähnliches gilt für die Muskelschwäche Multiple Sklerose (MS). Bei dieser Erkrankung ist das zentrale Nervensystem angegriffen und geschwächt, die entstehenden Entzündungsherde können überall im Körper auftreten. Lange waren sich Mediziner über die Entstehung von MS nicht wirklich einig, seit einigen Jahren jedoch mehren sich die Hinweise, dass Vitamin D – Mangel dafür verantwortlich sein könnte.

Auch Diabetes kann sich bei zu geringem Spiegel entwickeln. Die im Volksmund „Zuckerkrankheit“ benannte Störung der Insulinproduktion befällt mittlerweile immer größere Bevölkerungsanteile, was zum einen mit dem modernen Lebensstil, aber gleichzeitig auch mit der verringerten Vitamin D – Aufnahme zu tun. Wenn selbst in recht sonnenreichen Staaten wie Florida / USA immer mehr Kinder und Jugendliche an Diabetes erkranken, hängt dies natürlich mit deren ungesunder Ernährung zusammen. Doch viele von den Betroffenen sitzen auch im Sommer im dunklen Zimmer und bewegen sich kaum. Es ist geradezu unausweichlich, dass solche Verhaltensweisen führen müssen, auch wenn die Menschen bei ihren selten Aufenthalten im Freien besonders starke Sonnencreme auftragen und eine Aufnahme von Vitamin D dadurch effektiv verhindern.