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Spurenelemente

Tatsächlich braucht unser Körper diese Elemente nur in „Spuren“. Spurenelemente sind Mineralien, die im menschlichen Körper nur in Kleinstmengen vorkommen. Sie machen vom Gesamtbestand des Körpers lediglich zwischen 5 Milligramm und 5 Gramm aus: Trotzdem erfüllen diese Elemente wichtige Aufgaben und sind für das optimale Funktionieren des Organismus von großer Bedeutung. Als Bestandteile wichtiger Hormone, Enzyme und Eiweiße sind die meisten Spurenelemente lebensnotwendig. Normalerweise ist durch unsere Ernährung der Bedarf an Spurenelementen recht gut gedeckt. Spurenelemente wie Eisen oder Zink, von denen relativ viel benötigt wird, oder auch Jod, für das viele Regionen in Deutschland ein Mangelgebiet sind, werden jedoch häufig nicht in ausreichender Menge über die Nahrung aufgenommen. Dies führt in erster Linie zu einem Leistungsabfall und zu einer Schwächung des Immunsystems.

Bedeutung einzelner Spurenelemente

Eisen: Von allen Spurenelementen kommt Eisen mit 4-5 Gramm am häufigsten im Körper vor. Die wichtigste Funktion des Eisens ist die Produktion von Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, sowie die Sauerstoffversorgung der roten Blutkörperchen. Schwere Mangelzustände, die zur Blutarmut führen, sind in Deutschland selten, leichte Mangelzustände, die sich in Müdigkeit, Einschränkung der Leistungsfähigkeit oder Konzentrationsschwäche äußern, sind hingegen, insbesondere bei Frauen, relativ häufig.

Zink: Zink ist als Aktivator für über 70 Enzyme unentbehrlich. Unter anderem ermöglicht es den körpereigenen Aufbau von Eiweißen. Bei körperlichen Belastungen und bei Stress wird besonders viel Zink benötigt. Eine unzureichende Zufuhr schwächt das Immunsystem, ein Zinkmangel kann zu Haarausfall, verzögerter Wundheilung oder Wachstumsstörungen führen.

Mangan: Manganhaltige Enzyme spielen vor allem im Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel eine Rolle. Ein Manganmangel konnte bisher in der Praxis noch nicht beobachtet werden, da der Tagesbedarf durch die Ernährung fast immer gedeckt ist.

Kupfer: In der Muskulatur, in den Knochen und in der Leber befindet sich der größte Teil des im menschlichen Organismus vorkommenden Kupfers. Die Kupferbilanz ist im Allgemeinen ausgeglichen, so dass ein Kupfermangel sehr selten ist.

Selen: Selen zählt zu den Antioxidantien, das heißt, es schützt den Organismus vor schädlichen freien Radikalen und trägt damit zur Steigerung der körpereigenen Abwehr bei. Die optimale Zufuhrmenge ist laut DGE 30 bis 70 Microgramm. Statistiken lassen jedoch einen Zusammenhang zwischen Selenmangel und zahlreichen Erkrankungen erkennen, wie zum Beispiel: geschwächtes Immunsystem, Krebs, Herzerkrankungen, rheumatische Erkrankungen oder Augenerkrankungen.

Chrom: Chrom hält mit Hilfe von Insulin den Zuckergehalt des Blutes stabil. Ein Mangel zeigt sich in einer geschwächten Zuckertoleranz bis hin zu diabetesähnlichen Erkrankungen.

Molybdän: Molybdän, das in verschiedenen Enzymen vorkommt, wird in ausreichenden Mengen durch Gemüse und Getreideprodukte aufgenommen. Mangelerscheinungen sind deshalb nicht bekannt.

Jod: Deutschland ist Jod-Mangelgebiet. Die Deutschen nehmen nur etwa zwei Drittel der notwendigen Jodmenge zu sich. Laut DGE liegt der tägliche Jodbedarf bei 180 bis 200 Microgramm. Dies macht sich insbesondere bei der Funktion der Schilddrüse bemerkbar, die zirka 80 Prozent des gesamten Jodbestandes des Menschen enthält. Schilddrüsenerkrankungen bis hin zur Ausbildung eines Kropfes sind in Deutschland relativ häufig.

Fluor: Fluor dient dem Aufbau von Zähnen und Knochen. Es wird überwiegend über das Trinkwasser aufgenommen. Mangelerscheinungen sind nicht bekannt, jedoch gelten fluorhaltige Tabletten als Kariesprophylaxe.

All diese Spurenelemente zählen zu den essenziellen, das heißt lebensnotwendigen Nährstoffen. Es gibt jedoch auch Spurenelemente, die für den Menschen schädlich sind. Dazu gehören Blei, Cadmium und Quecksilber. Starke Umweltbelastungen beispielsweise durch Autoabgase, Industrie oder Zigarettenrauch führen zu einem Anstieg dieser Substanzen und zu einer Belastung des menschlichen Organismus.

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