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Webkatalog 2.0 

Elektrische Impulse bestimmen unser Sein

Gehirnwellen

Das menschliche Gehirn besteht aus unzähligen Gehirnzellen, Neuronen genannt, welche elektrische Energie nutzen um miteinander kommunizieren zu können. Die vernetzten Neuronen, die simultan Signale senden und empfangen, produzieren  große Mengen elektrischer Aktivität in unserem Gehirn. Durch sensible medizinische Geräte kann diese Aktivität sichtbar gemacht werden (wie zum Beispiel durch ein Elektroenzephalogramm, kurz EEG). Diese sensiblen Apparaturen sind in der Lage elektrischen Felder an bestimmten Stellen der Kopfhaut zu messen. Eine Ansammlung der elektrischer Energie des Gehirns wird  als „Gehirnwellen-Muster“ bezeichnet, da ein zyklisches und Wellen ähnliches Bild ergibt. Mit der Entdeckung dieser Gehirnwellen parallel ging die Entdeckung, dass sich eine elektrische Aktivität im Gehirn mit der Tätigkeit der entsprechenden Person verändert. Beispielsweise unterscheiden sich Gehirnwellen eines schlafenden Menschen deutlich von denen im wachen Zustand. Im Verlauf der letzten Jahrzehnte und durch die Verwendung immer präziserer medizinischer Messgeräte wurde immer klarer, was Gehirnwellen genau repräsentieren und damit auch, was sie für die Gesundheit und den Geisteszustand eines Menschen bedeuten können. Wenn das Gehirn einem Reiz über die Sinnesorgane wie Ohren oder Augen ausgesetzt wird, produziert dieses als Reaktion darauf eine elektrische Ladung. Diese  durchdringt das Gehirn als elektrische Antwort und es entsteht „was wir sehen und hören“ .

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Rhythmus bestimmt unser Leben

Wenn das Gehirn nun einem rhythmischen Reiz ausgesetzt wird, wie zum Beispiel Trommelschlägen, wird dieser Rhythmus im Gehirn in Form von elektrischen Impulsen wiedergegeben. Wenn ein Rhythmus schnell und konstant ist, kann er die natürlichen Rhythmen unseres Gehirns - die Gehirnwellen - beeinflussen. Wenn dies geschieht, antwortet das Gehirn mit einer Abstimmung der eigenen elektrischen Impulse auf den externen Reiz. Es findet eine Art von Synchronisation statt. Das wird gemeinhin als „Frequency Following Response“ (oder kurz FFR) bezeichnet. Und diese phänomenale Erkenntnis aus der Hirnforschung ist die Grundlage für die Idee, die Programmierung und die Wirkungsweise spezieller Musik für das Gehirn.

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Im Einklang -durch Synchronisation

Synchronisation ist ein Prinzip der Physik. Bereits 1656 im Jahre fand der holländische Wissenschaftler Christian Huygens während der Arbeit an einer Pendeluhr heraus, dass sich zwei nebeneinander stehende asynchron laufende Uhren langsam aneinander angleichen. Tatsächlich war die Synchronisation so präzise, dass nicht einmal mechanische Einstellung sie genauer hätte abstimmen könne. Eine Uhr ist nur das einfache Beispiel eines Systems, das auf Synchronisation reagiert. Die gleichen Regeln gelten auch für komplexere Systeme wie zum Beispiel das Gehirn.
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Dominante Gehirnwellen

Zu jeder Zeit produziert das Gehirn alle oder die meisten der oben beschriebenen unterschiedlichen Typen von Gehirnwellen. Nichtsdestotrotz herrscht für gewöhnlich eine dominante Frequenz vor beziehungsweise eine Frequenz ist kräftiger und stärker ausgeprägt als die anderen. Mentale Zustände werden daher typischerweise anhand der dominierenden Frequenz beschrieben.

Gehirn Frequenzen

Von Alpha bis Theta

Im folgen nun eine kurze Darstellung über die bekannten Gehirnwellentypen und ihre jeweiligen zugehörigen möglichen mentalen Zustände:[Die Maßeinheit Hertz -abgekürzt Hz- gibt die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde an]


Beta-Bereich allgemein: Hz – 38 Hz

Der Beta-Zustand ist im allgemeinen mit einer erhöhten Bereitschaft von Wachsamkeit und von fokussierter Aufmerksamkeit (Konzentration) verbunden. Wenn Ihr Verstand aktiv an geistigen Tätigkeiten teilnimmt dominieren die Betawellen. Eine Person im aktiven Gespräch, beim Sport oder bei einer Präsentation ist im Betazustand. Der Beta-Zustand wird im allgemeinen als hellwacher, aufmerksamer, mentaler Zustand beschrieben und ist derjenige, in dem sich die meisten Menschen während des Tages und die meiste Zeit in ihrem Leben befinden. Die Anwendung von Selbst-Programmierungstechniken in diesem Zustand ist nicht sehr effektiv, da der Geist nicht aufnahmebereit ist. Dabei kann die direkte Stimulierung von Betawellen einen etheblichen Einfluss auf Intelligenz, Stimmung ,Aufmerksamkeit, emotionale Stabilität und manches mehr haben.

Senso-Motorischer-Rhythmus (SMR): 12 Hz -15 Hz

SMR ist unter anderem dafür verantwortlich, verschiedene körperliche Bewegungen während der zeit des Schlafs zu reduzieren. Wird die Verfügbarkeit von SMR beispielsweise durch eine geeignete Frequenz erhöht, ergibt sich oftmals ein deutlich tieferer Schlaf als auch eine erhöhte Leistungsfähigkeit im Alltag. SMR befindet sich im unteren Beta-Bereich etwa an der Grenze zu Alpha, ist verknüpft mit Körperbewegungen, der Fähigkeit sich zu konzentrieren und einzuschlafen. Eine Stimulierung dieser Wellen kann in entspannter Konzentration und verbesserter Aufmerksamkeit resultieren. Generell ist eine Stimulierung sehr sinnvoll.

Beta I: 15 Hz - 20 Hz

Kann mentale Fähigkeiten, IQ und Konzentration erhöhen.

Beta II: 20 Hz - 38 Hz 

Zustand höchster Wachsamkeit, aber auch oftmals sehr unruhig.

Alpha: 8 Hz – 12 Hz

Alpha ist ein Zustand großer Wachheit und dennoch ganz tiefer Entspannung und einer reduzierten Verarbeitung von Informationen. Das Gehirn beginnt unmittelbar mit einer Produktion von Alphawellen, sobald ein Mensch bei geschlossenen Augen entspannt. Dies ist ein Geisteszustand, in dem man sich jeden Tag ganz natürlich morgens kurz nach dem Aufwachen oder während eines „Tagtraums“ oder Abends kurz vor dem Einschlafen befindet. Dieser Zustand verbessert die Klarheit von Visualisierungen und macht den Geist empfänglich für Suggestionen.

Theta: 3 Hz - 8 Hz

Leichter Schlaf oder ein hoher Grad an Entspannung. Theta ist bekannt als der Hyper-Suggestibilitätszustand, in dem mentale Programmierung mittels aufgenommener Suggestionen am effektivsten wirken können.Theta I: 3 Hz -5 HzWenn dieser Bereich unterdrückt wird, kann er die Konzentration und die Fähigkeit Aufmerksamkeit zu fokussieren stark fördern. Theta II: 5 Hz - 8 HzSehr entspannter und traumreicher Schlaf, gut zur mentalen Programmierung.

Delta: 0,2 Hz - 3 HZ

Tiefer und traumloser Schlaf. Deltawellen sind die langsamsten Gehirnwellen. Wenn Deltawellen vorherrschen werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert.Normalerweise träumt man in diesem Zustand nicht und das Bewusstsein ist komplett ausgeschaltet. Trotzdem wird vermutet, dass Deltawellen spezielle Effekte auf das limbische System haben, und dort im speziellen auf den Corpus amygdaloideum (auch unter dem Namen Amygdala oder Mandelkern bekannt - Die Amygdala ist wesentlich an der Entstehung der Angst beteiligt und spielt allgemein eine wichtige Rolle bei der emotionalen Bewertung und Wiedererkennung von Situationen sowie der Analyse möglicher Gefahren; sie verarbeitet externe Impulse und leitet die vegetativen Reaktionen ein) und dem Hypothalamus, der selber mit Deltafrequenzen arbeitet. Deltafrequenzen scheinen diese neuronalen Strukturen zu „streicheln“ und zu beruhigen. Sie können sehr effektiv sein bei der Reduktion von Migräne, Fibromyalgie, chronischen Schmerzen und hohem Blutdruck.