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Webkatalog 2.0 

Glossar:

- Anamnese: Erhebung der Krankengeschichte. In einem ausführlichen Gespräch, für das sich ganz bewusst sehr viel Zeit gelassen wird, werden Sie zu Ihrer aktuellen gesundheitlichen Situation und zu möglichen Auslösern befragt. Dabei sind für Homöopathen besonders bestimmte Modalitäten (Auslöser für Verschlimmerungen, Besserungen, zeitliche Begrenzungen, klimatische Einflussfaktoren) der Symptome wichtig.

- Angiopathien: Gefäßerkrankungen, besonders der peripheren Adern der Arme und Beine. Durch zunehmende Einbuße der Elastizität der Adern kommt es zu Rissen und damit Einblutungen in das umliegende Gewebe. Neben dem finalen Funktionsverlust der Organe drohen besonders Thrombosen.

- Antioxidantien: Stoffwechselprodukte, welche freie Radikale* reduzieren (Aufnahme von Elektronen). Sie fangen somit Oxidantien ab und sind damit Schutzstoffe gegen das zerstörerische Werk der freien Radikale. Es gibt eine Vielzahl körpereigener antioxidativer Schutzsysteme, deren Aktivität durch das Vorhandensein von Radikalen, wie dem Ozon, angeregt werden können.

- Arteriosklerose: Im Volksmund als Arterienverkalkung bekannt. Sie hat allerdings nichts mit einer Kalk- oder Kalziumeinlagerung zu tun, wohl aber mit einer Einbuße der Elastizität der Gefäße. Eine Sklerose ist streng genommen eine Verhärtung oder Versteifung. Die Folgen sind Leistungseinbußen der lebenswichtigen Organe. Am deutlichsten bei Gedächtnisschwäche bis hin zur Altersdemenz und als Herzschwäche manifestiert sich eine Arteriosklerose. Im Extremfall kommt es mit Einrissen der Gefäßwände und Bildung von Blutgerinnseln zu Infarkten wie Schlaganfall und Herzinfarkt.

- Autovaccine: Impfstoffe, welche aus körpereigenem Material hergestellt wurden. Ausgangsmaterialien sind Stuhl, Rachensekrete und Abstriche. Die darin enthaltenen Krankheitserreger dienen der Herstellung eines immunaktiven Impfstoffes, welcher zur Einnahme oder zur Injektion bestimmt ist. Es sind damit  individualspezifische Arzneimittel, die genau auf die Situation des betroffenen Menschen passen. Autovaccine waren die Vorläufer von Antibiotika. Sie wirken allerdings sanfter und sind nebenwirkungsfrei. Sie eignen sich hervorragend zur Sanierung von Krankheitsherden.

- Colitis: Chronisch und in Schüben verlaufende Entzündung der Dickdarmschleimhaut. Als C. ulcerosa geht die Entzündung in lokale Geschwüre über. Wegen ihrer häufigen psychischen Ursachen gilt die Colitis als schwer therapierbar.

- Dermatose: Hauterkrankung

- Freie Radikale: Stoffwechsel-Zwischenprodukte mit höchster biochemischer Reaktionskraft (Oxidationsprozesse mit Übertragung freier Elektronen). Als Radikal wird auch dreiwertiger Sauerstoff (Ozon) betrachtet.

- Fülle und Leere: Begriffe der traditionellen chinesischen Medizin für Überschuss und Mangel oder Überfunktion und Schwäche. Füllesituationen sind z.B. Bluthochdruck, ein überhöhter Zellanteil des Blutes (hohe Hämatokritwerte), Stauungen des Blutflusses, Fettsucht, Schilddrüsenüberfunktion. 

- Herde, Herdsanierung: Krankheitserreger, die aktuell nicht zur Erkrankung führen, jedoch über Monate oder Jahre in umgrenzten Körperarealen fortbestehen können. Unter ungünstigen Voraussetzungen werden die Erreger wieder aktiv oder können vom Immunsystem nicht mehr zurückgedrängt werden. Die Krankheiten kommen wieder zum Ausbruch. Die Verbindung zu chronischen Erkrankungen liegt nahe. Die Beseitigung oder Sanierung der Herde ist ein zentrales Anliegen der Naturheilkunde.

- Histaminintoleranz: Histamin ist ein Eiweißstoff, welcher in der zellulären Abwehrüber für die lokale Gefäßerweiterung eine wichtige Rolle spielt. Bei Überproduktion oder gestörtem Abbau kommt es zu allergieähnlichen Symptomen, die sich über alle Haut- und Schleimhautareale erstrecken können. 

- Körpermeridiane: Nach Auffassung der traditionellen chinesischen Medizin wird die Körperoberfläche von 14 Energieleitbahnen durchflossen. Diese als Meridiane bezeichneten Leitbahnen besitzen unterschiedliche Eigenschaften und Wirkungen im Zusammenspiel von Yin und Yang. Auf ihnen verteilt kennt die TCM ca. 360 Akupunkturpunkte. Durch Setzen von Nadeln in die Akupunkturpunkte wird ein Ausgleich der Energieflüsse erreicht, womit Erkrankungen geheilt werden können.

- Mikroflora: Gesamtheit der Besiedlung von Mikrorganismen eines bestimmten Areals.

- Milieusanierung: Normalisierung von unterschiedlichen, sich gegenseitig beeinflussenden Parametern, hier z.B. die Mikrorganismenzusammensetzung, auf ein gesundes Gleichgewicht.

- Neuralgie: Nervenschmerzen, neuralgisch Schmerzen.

- Nosoden: Heilmittel, welche aus tierischem oder menschlichem Ausgangsmaterial hergestellt werden.  Die Therapie mit Nosoden ist eine Spezialform der homöopathischen Behandlung. Auch homöopathisiertes Eigenblut gilt als  Nosode, in diesem Fall als Autonosode.

- Orthomolekulare Medizin, orthomolekulare Mittel: Therapieform mit Vitaminen und Mineralstoffen.

- Oxidativer Stress: Auswirkungen freier Radikale* im Organismus. Er ist beteiligt bei Entzündungen, bei Zell- und Gewebsveränderungen bis hin zu Krebs. Auch bei Rheuma und Grauem Star gilt oxidativer Stress als Ursache.

- Ozon: Kurzzeitiger Zustand von Sauerstoff als dreiwertige Form. Es verfügt über ein überschüssiges Elektron, welches in einer Oxidationsreaktion auf andere Stoffwechselzwischenprodukte übertragen wird (oxidativer Stress). Nur in Verbindung mit dem Stickstoff der Luft entstehen toxische  Stickoxide. Aus reinem medizinischen Sauerstoff generiert, regt es die Aktivität der antioxidativen Schutzmechanismen an.

- Ozoniertes Eigenblut: Etwa 100ml Blut des Patienten werden mit reinem Ozon, welches aus medizinischem Sauerstoff generiert wurde, vermischt. Nach Rückführung des ozonierten Blutes regt das Ozon die Aktivität der körpereigenen antioxidativen Abwehrsysteme an.  Damit wirkt es heilend auf Entzündungen, schützt vor Zell- und Gewebsentartungen (also auch vor Krebs), fördert die Durchblutung über die Verbesserung der Fließeigenschaften der roten Blutzellen (Erythrozyten) und greift unterstützend in die Abwehrmechanismen gegen pathogene Mikroorganismen ein.

- Periphere arterielle Durchblutungsstörung: Peripher ist das an "entfernt" Liegende. Gemeint sind dabei die entfernt vom Herzen gelegenen Arterien der Gliedmaßen. Am häufigsten äußert sich diese Form der Durchblutungsstörung in kalten Händen und Füßen, in Missempfindungen der Beine und Füße bis hin zu Kraftlosigkeit und Schmerzen beim Gehen. Die periphere arterielle Durchblutungsstörung ist neben neurolischer Fehlregulation, einer allgemeinen Arteriosklerose und Tabakmissbrauch auch eine Folgekrankheit von schwerem Diabetes. 

- Placebo: Substanz ohne Wirkstoff, wird bei statistischen Wirksamkeitsstudien in der Pharmazie eingesetzt. Homöopathische Mittel werden fälschlich als Placebo betrachtet. Dabei wird der besondere Herstellungsprozess der homöopathischen Heilmittel übersehen.

- Polyneuropathien: Vielgestaltige Erkrankungen des Nervengewebes. Neben einfachen Missempfindungen äußern sich P. durch Schmerzen und Funktionseinbußen der Organe und des Bewegungsapparates. 

- Procain: Altbewährtes Schmerzmittel mit gleichzeitig durchblutungsfördernder Wirkung. Es ist damit ein Mittel zur Schmerztherapie und Entzündungsbehandlung.

- Reaktionsblockade: Blockade des Heilungsprozesses. Mit jeder Heilmaßnahme wird eine körperliche oder seelische Reaktion in Gang gesetzt, die aus der Krankheit zur Gesundheit führen soll. Bei Blockaden bleibt der Zustand unverändert, welches in der Schulmedizin als "austherapiert" gilt. In der Naturheilkunde geht es dagegen sehr oft um die Kunst, Blockaden zu lösen.

- Serologische Tests: Bestimmung biochemischer Parameter am Serum (zellfreie Flüssigkeit) des Blutes.

- Systemische Wirkung: ganz-körperliche Wirkung eines Arzneimittels.

- Thromboseprophylaxe: Thrombosen sind Blutgerinnsel, die dazu neigen, die Adern zu verstopfen. Die Folge ist eine Sauerstoffunterversorgung der Organe, die sich im schwersten Fall in Schlaganfall und Herzinfarkt äußern kann. Oftmals bilden sich Thrombosen in der Peripherie, z.B. den Beinen. Durch eine gezielte Prophylaxe (Vorbeugung) wird die Gefahr solcher gravierenden Ereignisse drastisch gesenkt.

- vegetatives Nervensystem: Grundsteuerung des Organismus, Unterteilung in sympathisches Nervensystem (Leistungsbereitstellung, Aggression, Verteidigung, Aktionen) und parasympathisches Nervensystem (Regenerationsabläufe, Verdauungsfunktionen).

- Yin und Yang: energetisches Gegensatzpaar, ähnlich dem sympathischen und parasympathischen vegetativen Nervensystem. Yin wird nach altem chinesischen Verständnis als Kühlung, Befeuchtung, Besänftigung, weiblich gleichgesetzt ; Yang als Erhitzung, Trocknung, Aktion, männlich.