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Ingwer

Vielseitiges Naturheilmittel und hocharomatisches Gewürz


Ingwer Geschichte und Inhaltsstoffe

         

Die in China, Indien und anderen tropischen Ländern Südostasiens beheimatete Gewürzpflanze, die unter dem botanischen Namen Zingiber officinale bekannt ist, bildet einen weit verzweigten und gelblich gefärbten Wurzelstock, der ein unverwechselbares Aroma entfaltet. Im Rhizom der Pflanze sind über 150 verschiedene ätherische Öle und Scharfstoffe enthalten, die nicht nur für den charakteristischen Geschmack des asiatischen Gewürzes, sondern auch für seine vielseitige Heilwirkung verantwortlich sind. Neben beta-Eudesmol, Shogaol, Curcumen und Zingiberen sind es vor allem die Gingerole, die das Gewürz zu einem hocheffektiven Naturheilmittel machen. Darüber hinaus sind in der Wurzel der attraktiv rot blühenden Pflanze auch Vitamin C und viele Mineralstoffe in hoher Konzentration enthalten. Das tropische Gewürz fand in seinen Heimatländern bereits vor über dreitausend Jahren Verwendung als Naturmedizin und gelangte im Mittelalter auch nach Europa, wo es zu einem begehrten exotischen Gewürz avancierte. Die spanischen Seefahrer brachten die Ingwerpflanze im Zuge ihrer Eroberungsreisen schließlich nach Südamerika, weshalb die Ingwerknolle heute auf internationaler Ebene bekannt und geschätzt ist.


Ingwer Wirkung und Anwendung


 In Europa werden von der asiatischen Küche inspirierte Gerichte immer beliebter, weshalb die Ingwerknolle heute bei der Zubereitung vieler Speisen verwendet wird. Das unverwechselbare Aroma verleiht exotischen Fisch- und Fleischgerichten sowie Currys eine frische Schärfe, ist aber auch in winterlichen Bäckereien und sommerlichen Getränken äußerst beliebt. Dabei spielt Ingwer nicht nur als Gewürz eine bedeutende Rolle, sondern auch als hocheffektives und vielseitig einsetzbares Naturheilmittel. Ob als Pulver, roh oder wärmebehandelt, spielt dabei keine Rolle, denn die ätherischen Öle des Ingwers werden weder durch Kochen und Braten noch durch Weiterverarbeiten der Knolle zerstört. Viele Menschen wissen um die positive Wirkung eines frisch aufgebrühten Ingwertees, der bei Erkältungsbeschwerden von innen wärmt, die Entzündung lindert und die Abheilung beschleunigt. Menschen, die regelmäßig Ingwerwasser trinken und mit der scharfen Knolle würzen, leiden wesentlich seltener an Infektionskrankheiten und verfügen über ein starkes Immunsystem. Dies ist einerseits auf die entzündungshemmende Wirkung des Ingwers zurückzuführen, andererseits auf seine keimtötenden Eigenschaften. In zahlreichen Laborversuchen konnten Wissenschaftler nachweisen, dass die ätherischen Öle des Ingwers sowohl Bakterien bekämpfen als auch das Wachstum und die Vermehrung verschiedener Virenstämme hemmen. Daher kann die asiatische Knolle getrost als vielseitiges und nebenwirkungsfreies Antibiotikum und Virostatikum bezeichnet werden, das vielen Infektionskrankheiten vorbeugt.


Die wirksame Knolle gegen Übelkeit und Verdauungsbeschwerden

Neben der sanften und effektiven Therapie von grippalen Infekten und Erkrankungen der oberen Atemwege ist das asiatische Gewürz vor allem wegen seiner hervorragenden Wirkung bei Übelkeit, Erbrechen und Beschwerden des Magen-Darm-Traktes bekannt. Die ätherischen Öle oder Scharfmacher des Wurzelstocks entfalten bei Verzehr sofort ihre deutliche Wirkung: sie regen die Produktion der Magensäure und dadurch den Appetit an und bringen die Verdauung in Schwung. Trotz des scharfen Aromas ist das Gewürz äußerst magenschonend und kann sogar von Gastritis-Patienten bedenkenlos konsumiert werden. Die Ingwerknolle kann daher nicht nur gegen Reiseübelkeit, Sodbrennen, Magenschmerzen und Völlegefühl eingesetzt werden, sondern entfaltet ihre positive Wirkung auch bei schwangeren Frauen, die vor allem im ersten Trimester unter der hormonell bedingten, weit verbreiteten „Morgenübelkeit“ leiden. Allerdings sollten werdende Mütter ihren Ingwerkonsum im letzten Schwangerschaftsdrittel einschränken, da das Gewürz wehenfördernd wirken kann. Gegen eine tägliche Tasse Ingwertee ist bei gesundem Schwangerschaftsverlauf jedoch nichts einzuwenden. Auch bei Krebs-Patienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen und unter dem Einfluss der Medikamente an starkem Erbrechen leiden, hat sich der Einsatz dieses vielseitigen Naturheilmittels äußerst erfolgreich bewährt.


Ingwer Anwendung als hocheffektives natürliches Schmerzmittel

 

Neueste wissenschaftliche Untersuchungen beweisen, dass die Heilkraft des Ingwers weit über die keimtötende, entzündungshemmende und verdauungsregulierende Wirkung hinausgeht. Forscher haben herausgefunden, dass der regelmäßige Konsum von Ingwer in roher Form oder als Tee eine sanfte und nebenwirkungsfreie Alternative zu nichtsteroidalen Schmerzmitteln darstellt, die gegen Menstruationsbeschwerden, Migräne und chronische Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, entzündliche Gelenkserkrankungen und viele andere Leiden eingenommen werden und Magenblutungen sowie bei langfristigem Gebrauch auch Schädigungen der Magenschleimhaut verursachen. Dabei ist die Wirkung der ätherischen Öle des Ingwers jener der in den chemischen Arzneistoffen aktiven Acetylsalicylsäure sehr ähnlich. Die Scharfstoffe hemmen die Ausschüttung der Cyclooxygenase, jenem Enzym, das für die Schmerzempfindungen verantwortlich ist. Die Heilpraktiker und Ärzte der traditionellen chinesischen und indischen Medizin machen sich die schmerzlindernde Wirkung des Ingwers seit Jahrtausenden zunutze, um Menschen mit Arthritis, Arthrose, Rheuma und Osteoarthritis erfolgreich zu behandeln. Auch schwere und schmerzvolle Muskelverspannungen können durch den regelmäßigen Verzehr von Ingwerzubereitungen oder der rohen Knolle erheblich reduziert werden. Diese Wirkung wird in der Schmerztherapie bei typischen Frauenleiden und Erkrankungen des Bewegungsapparates auch durch die Gabe von standarisierten Arzneistoffen auf Basis von Ingwerkonzentraten erzielt. 

Das beliebte Gewürz gegen Diabetes und Alzheimer

 

Wissenschaftler konnten zudem in einer Studie nachweisen, dass die in der Ingwerknolle enthaltenen Wirkstoffe die Entwicklung von Augenerkrankungen, die durch Diabetes begünstigt werden, verhindern können. Besonders die Entstehung des Grauen Stars, unter dem viele Diabetes-Patienten leiden, kann mit dem Einsatz von Ingwer verhindert oder der Verlauf der Erkrankung verzögert werden. Diabetiker sollten ihre Speisen regelmäßig mit dem scharfen Gewürz aromatisieren oder täglich Ingwertee trinken, denn die Gingerole regulieren nachweislich den Blutzuckerspiegel, da sie die Aufnahme der Glukose in den Zellen der Muskulatur fördern, die bei dieser Stoffwechselerkrankung durch eine Störung des Insulin-Haushaltes behindert ist. In den letzten Jahren wird in medizinischen Fachkreisen zunehmend auch die heilende Wirkung des Ingwers bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Demenz diskutiert. Auch wenn die Forschung diesbezüglich noch in den Kinderschuhen steckt, weisen erste Untersuchungen bereits darauf hin dass die in der Knolle nachweisbaren Polyphenole, die sich auch in Kurkuma und in grünem Tee befinden, die Bildung der sogenannten Beta-Amyloid-Plaque hemmen. Diese steht im Verdacht, die Verbindung bestimmter Nervenbahnen zum Gehirn zu blockieren und dadurch Demenzerkrankungen auszulösen.


Äußerliche Anwendung der asiatischen Wunderknolle

 

Auch in der Schönheitspflege kommt die exotische Knolle erfolgreich zum Einsatz, denn ihre Inhaltsstoffe wirken sich äußerlich angewandt positiv auf die Beschaffenheit der Haut aus. Sie sorgt für eine verbesserte Durchblutung der Hautzellen, stärkt das Bindegewebe und festigt dadurch die Körperkonturen. Regelmäßige Vollbäder mit einem Zusatz von etwa fünf Liter frisch aufgebrühtem Ingwertee fördern ein gesundes und straffes Hautbild. Bei Bindegewebsschwäche und Cellulite können regelmäßige Einreibungen mit frischem Ingwersaft eine deutliche Besserung erzielen. Dafür wird eine frische, etwa fünfzehn Zentimeter große Ingwerwurzel fein geraspelt und durch ein sauberes Baumwolltuch gepresst. Mit dem dadurch austretenden Saft auf einem Naturschwamm werden die betroffenen Körperregionen mehrmals wöchentlich abgerieben, um eine Festigung der Körperkonturen zu erzielen. Mit in frisch gepresstem Ingwersaft getränkten Wickeln lassen sich zudem auch akute Muskelverspannungen wirksam lindern. Gerade Sportler mit Muskelkater und Menschen, die arbeitsbedingt Fehlhaltungen einnehmen, profitieren von regelmäßig durchgeführten äußerlichen Ingwerbehandlungen ebenso wie von einer täglich zum Frühstück eingenommenen Tasse Ingwertee.    

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