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Chili - ein Alleskönner


Chilischoten - Die roten Scharfmacher als hocheffektive Naturmedizin

Chili bezeichnet die scharfen Früchte verschiedener Pflanzen der Gattung Capsicum, die mit dem Paprika eng verwandt sind. Ab etwa zweitausend Scoville-Einheiten werden die kleinen roten Schoten als scharfe Chilis wahrgenommen. Sie stammen ursprünglich aus Südamerika und Südostasien, werden heute jedoch in weiten Teilen der Erde kultiviert und als Küchengewürz verwendet, um für Schärfe und zusätzliches Aroma zu sorgen. In zahlreichen medizinischen Studien konnte nachgewiesen werden, dass Chili eine breitgefächerte positive Wirkung auf die menschliche Gesundheit ausübt und daher bei regelmäßigem Verzehr das Herz-Kreislauf-System stärkt und für einen gesunden Stoffwechsel sorgt. In den letzten Jahren konnten Mediziner beweisen, dass die Wirkstoffe in Chili-Schoten auch vor unterschiedlichen Erkrankungen schützen und als natürliches Schmerzmittel wirken. Zudem sind Chilis reich an wichtigen Nährstoffen wie Vitamin C und E sowie Mineralstoffen wie etwa Kalium. Wegen der starken Schärfe dieses Nahrungsmittels standen Chili-Schoten lange im Verdacht, die Schleimhäute, insbesondere jene des Magens zu reizen. Daher wurde Menschen, die unter chronischen Magenproblemen wie Gastritis leiden, abgeraten, ihr Essen regelmäßig mit Chilis zu würzen. Heute weiß man jedoch, dass in den kleinen roten Scharfmachern natürliche Schleimhautschutzstoffe stecken, die Schleimhäute aufbauen und sogar bei Magenblutungen, Gastritis und Magengeschwüren therapeutische Wirkung zeigen. Daher dürfen auch Menschen mit sensiblem Magen neuesten Erkenntnissen zufolge mit gutem Gewissen zugreifen und öfter scharfe Gerichte genießen, um ihre Gesundheit zu stärken und ihren Stoffwechsel anzuheizen.


Mit scharfer Würze gegen Bakterien und Pilze

Alle Pflanzen der Gattung Capsicum waren ursprünglich in Südamerika beheimatet, bevor sie ihren Siegeszug über die ganze Welt antraten. In den heißen Regionen ihrer Ursprungsländer wird ein schnelles Bakterienwachstum durch die klimatischen Bedingungen begünstigt, und scharfe Chili-Schoten im Essen werden von den Menschen seit Jahrtausenden bewusst eingesetzt, um die Vermehrung von gesundheitsschädigenden Keinem in Schach zu halten. In Südamerika sowie Südostasien werden daher die besonders scharfen Habanero-Chilischoten verarbeitet, die mit einem Schärfegrad von über 500 000 Scoville-Einheiten nicht mehr als Geschmack, sondern nur mehr als Schmerz wahrnehmbar sind. Auch im menschlichen Körper entfaltet das in den Chilis enthaltene Capsaicin, der gesundheitsrelevante Hauptwirkstoff, seine antibakterielle Wirkung. Werden bakterielle Krankheitserreger durch regelmäßigen Chilikonsum abgetötet, wird das Immunsystem entlastet und gestärkt. Da Capsaicin auch eine stark fungizide Wirkung aufweist, können mit Chilis gewürzte Speisen wesentlich dazu beitragen, gefährliche Pilzerreger wie Candida albicans an der Vermehrung und Ausbreitung im Darm zu hindern. Hefepilze der Gattung Candida werden für viele unterschiedliche Krankheitsbilder und Beschwerden, sowohl physischer als auch psychischer Natur in Zusammenhang gebracht. Wer regelmäßig Gerichte mit Chilis verfeinert, kann die Immunkraft und Darmflora stärken und ist daher deutlich weniger anfällig auf Infektionskrankheiten und Erkältungen. 


Mit Chili den Stoffwechsel ankurbeln


Während des Verzehrs von scharf gewürzten Speisen werden im menschlichen Körper verstärkt verschiedene Katecholamine wie beispielsweise Adrenalin und Dopamin ausgeschüttet. Diese Endorphine werden als Reaktion des Körpers auf die durch die Schärfe hervorgerufene Stresssituation gebildet und erzeugen einerseits Glücksgefühle und sorgen andererseits für eine vorübergehende Erhöhung der Körpertemperatur. Dies ist der Grund, warum Menschen sehr schnell ins Schwitzen geraten, wenn sie mit scharfen Chilis gewürzte Gerichte wie etwa thailändische oder indische Currys genießen. Die Erwärmung des Körpers ist ein Zeichen dafür, dass der Stoffwechsel angeregt wird und die mit der Nahrung zugeführten Kalorien schneller verbrannt werden. Studien haben ergeben, dass Menschen, die täglich Capsaicin zu sich nehmen, ihr Körperfett um bis zu acht Prozent reduzieren können. Auch wenn dies in erster Linie eine positive Wirkung auf die Figur ausübt, ist Chili als regelmäßig verzehrtes Lebensmittel in diesem Zusammenhang auch von gesundheitlichem Nutzen. Übergewicht, Adipositas und überschüssiges Fettgewebe an den Problemzonen sind nämlich nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern können die Gesundheit ernsthaft gefährden. Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt sowie Gelenkprobleme und eine damit verbundene eingeschränkte Bewegungsfähigkeit sind direkte Folgen von langfristigem Übergewicht und hohem Körperfettanteil. Da Capsaicin die Magendrüsen dazu anregt, mehr Säure zu bilden, kurbelt es die Fettverdauung an, hemmt die Einlagerung von Nahrungsfetten in den Körperzellen und kann dadurch wesentlich dazu beitragen, das Risiko für ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten zu reduzieren. Auch Menschen, die bereits an Diabetes mellitus erkrankt sind, profitieren vom regelmäßigen Einsatz der Chilischoten in der Zubereitung von Speisen. Capsaicin erhöht die Sensitivität des Körpers auf Insulin und senkt gleichzeitig die Blutzuckerwerte. Ein hoher Chili-Konsum kann daher eine Diabetes-Therapie wirksam begleiten und im Anfangsstadium sogar zu einem Stillstand der Erkrankung führen.


Chili stärkt Herz und Blutgefäße


Als weitere Reaktion des Körpers auf den Kontakt mit der Schärfe der Chili-Schoten wird unmittelbar nach dem Verzehr der Speisen das Herzschlag-Volumen signifikant erhöht. Das Herz pumpt daraufhin mehr Blut durch die Gefäße, das dadurch flüssig bleibt und nicht verklumpen kann. Herz und Kreislauf werden durch den regelmäßigen Verzehr von Chilis gestärkt, das Risiko für Thrombosen und Schlaganfall, Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen und Kreislaufbeschwerden reduziert sich dabei erheblich. Auch die cholesterinsenkende Wirkung des Capsaicin kommt der Herzgesundheit zugute. Cholesterinablagerungen werden allmählich abgebaut und das Blut kann wieder ungehindert zu den Organen fließen und sie mit hohen Mengen an Sauerstoff versorgen, den sie zur Aufrechterhaltung aller Lebensfunktionen benötigen. 

Zellschutz und Entzündungshemmer

Heute wird die Chilischote wegen ihrer antioxidativen Wirkung als Naturheilmittel betrachtet und bietet bei vielen entzündlichen Erkrankungen chronischer Ausprägung wie Arthrose, Arthritis, Gicht, Rheuma oder Multiple Sklerose eine sanfte Alternative zu aggressiven chemischen Arzneistoffen. Als hocheffektives Antoxidans wirkt das Capsaicin als natürlicher Zellschutz, der neuesten Erkenntnissen zufolge abnormes Zellwachstum stoppen und Krebszellen eliminieren kann, bevor sie zu Tumorerkrankungen führen. In Studien wurde beobachtet, dass Capsaicin die Mitochondrien aggressiver Krebszellen angreift und diese dadurch unschädlich macht. Dies erklärt, warum Menschen in Südostasien, Indien und Südamerika, wo Chilis einen wichtigen Bestandteil der täglichen Ernährung darstellen, wesentlich seltener an Krebstumoren leiden als in den Ländern Europas und der Vereinigten Staaten.  

Natürliches Schmerzmittel ohne Nebenwirkungen

Capsaicin besitzt zudem die Eigenschaft, die Schmerzweiterleitung zu unterbinden und sich an bestimmte Rezeptoren zu binden, die die Schmerzwahrnehmung beeinflussen. Chilis stellen durch die gezielte Deaktivierung dieser Nervenrezeptoren ein hervorragendes natürliches Schmerzmittel dar, das äußerlich und innerlich einsetzbar ist. Durch intensives Training verursachte Sportverletzungen und Muskelschmerzen sowie haltungsbedingte Verspannungen am Rücken und an den Schultern können durch das Auftragen einer capsaicinhaltigen Salbe wirksam gelindert werden. Auch mit entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparats einhergehenden Beschwerden sowie durch Gürtelrose bedingten Nervenschmerzen und Migräne kann mit einer täglichen Zufuhr von Chili in Form von frischen und getrockneten Schoten oder Pulver entgegengewirkt werden. 

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