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Eiweißdiät

Manche Überlegungen zu Diät sind einfach zu simpel um wahr zu sein. So hat man einst aus der unterschiedlichen Nährstoffdichte von Kohlenhydraten und Fett (etwa 400 kcal/100g und etwa 700 kcal/100g) messerscharf geschlossen: Kohlenhydrate statt Fett essen = weniger Kalorien essen = abnehmen. Wie man heute weiß: Böser Trugschluß!

U.a. weil Fett wesentlicher stärker sätigt als Eiweiß, keine Insulinspitze verursacht…

Negative Kalorienaufnahme bei Eiweißdiät

Die Idee hinter der Eiweißdiät ist auf den ersten Blick noch faszinierender: Bei der Verwertung von Eiweiß benötigt der Körper mehr Energie als überhaupt in diesem vorhanden ist! Obwohl die Chemische Verbrennung im Kaloriemeter durchaus einen positiven Energiegehalt zeigt… Also je mehr Eiweiß ich esse, desto mehr nehme ich ab! Hat diese Idee auch einen Haken? Im Prinzip nein! Im Prinzip ist es zwar durchaus möglich, abzunehmen und sogar Zellmasse aufzubauen, wenn man sich ausschließlich von Eiweiß ernährt! Der Teufel liegt wie so oft im Detail:

Auch eine Eiweißdiät ist Mangelernährung

Und Mangel ist *immer* schädlich! Uns geht es ja nicht darum, einfach “dünn” zu sein – unser Ziel ist Gesundheit, Aktivität, Lebensfreude! Und dazu braucht es neben Eiweiß und den Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen, die ein gutes Eiweißpulver heute enthält, vor allem auch Fette! Keine gute Butter, kein Schmalz und keinen Speck natürlich, sondern die wichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Bekannt auch als Omega 3 und 6 sowie Vitamin E. Natürlich könnte man das durch Nahrungsergänzung ausgleichen: Gute “Omega-3 mit Vitamin E” Kapseln lassen sich finden. Dazu noch ein Teelöffel Leinöl… aber eine vollständige, ausgewogene Ernährung lässt sich so niemals erreichen!0

Welches Eiweiß ist gut für mich?

Klar ist: Eiweiß ist nicht gleich Eiweiß.Das, was wir Eiweiß nennen, ist eigentlich eine Mischung aus verschiedenen Eiweißbausteinen (Aminosäuren). Insgesamt werden davon 22 im Körper benötigt – rein chemisch kann es beliebig viele mehr geben. Für unterschiedliche Vorgänge im Körper werden unterschiedliche Aminosäuren besonders benötigt – etwa für den Aufbau von Muskelzellen oder Hormonen.

Als man daran ging, verschiedene Eiweiße zu vergleichen, definierte man  eine “Biologische Wertigkeit”. Diese gibt an, wieviel diese Eiweißes benötigt wird, um eine bestimmte Menge Muselmasse au zu bauen. Es kommt also vor allem darauf an, dass die Zellaufbauenden Aminosäuren möglichst hoch konzentriert sind.

Passend dazu denken wir zunächst einmal, dass das beste (oder sogar einzige) Eiweiß aus Fleisch kommt. Die alte “Fleisch ist ein Stück Lebenskraft” Werbung läßt grüßen. Sieht man sich Menschen mit hohem Fleischkonsum – gerne ein Bauernpräsident oder Landwirtschaftsminister, aber auch die Fleischfachverkäuferin im Laden um die Ecke – an, kommen allerdings erste Zweifel…

Was für  uns zählt, sind Eiweiße, die uns Energie für’s Leben geben, uns “gesund” machen und uns hellwach sein lassen! Die Aufzählung und Bewertung einzelner Eiweißbausteine sprengt leider den Rahmen dieses Artikels (aber der viel beworbene Wirkbeschleuniger Lysin ist einer von ihnen), hier muss einfach mal genügen

Eiweiß aus Pflanzen ist das Beste

Denn Fleisch hat einen entscheidenden Schwachpunkt: Das, was dabei ist, ist weitestgehend ungesund. Allen voran das tierische Fett. Was sonst noch gegen den Fleischkonsum spricht wird auf vielen Vegetarier- und Veganerseiten ausführlichst aufgelistet. Und so berechtigt das alles ist, hier geht es erstmal “nur” um unsere Gesundheit, und die ist wichtig genug!

Und so ist pflanzliches Eiweiß trotz einer geringen biologischen Wertigkeit das richtige für unsere Eiweißdiät! Die Aminosäuren, die wichtig sind, sind enthalten und das Beiprogramm ist mit gesunden Fetten, Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Ballaststoffen unschlagbar!

Welche Pflanzen enthalten nun Eiweiß? Simple Antwort: Alle! Salbst Kartoffeln, das ist der Schaum beim Kochen. Nur: Gerade bei Kartoffeln ist der Eiweißgehalt so gering, daß man etwas über 5 kg (je nach Sorte) täglich essen müsste, um den Eiweißbedarf zu decken!

Am obersten Ende liegen Hülsenfrüchte. Genau: Erbsen, Bohnen, Linsen. Daraus lassen sich spannende, wohlschmeckende Gerichte bereiten (auch mit einem wenig Fleisch), schaut mal bei den Rezeptseiten nach!

Und was ist mit Eiweißpulver für meine Diät?

                       

Berechtigte Frage! Wie schon oben erklärt, ist eine allein auf Pulver basierende Eiweißdiät nicht zu empfehlen. Aber eine nette Ergänzung, sei es für einen Shake mit Früchten oder als Mahlzeitersatz, kann Pulver auf jeden Fall sein!

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